Katzenjammer und Null-Bock-Stimmung

Aktualisiert: 23. Okt 2019


Miau, miau, miau. Wo ist die Frau, die ich einmal kannte?

Miau, miua, miau. Die Frau, die so gerne tanzte, sprang und rannte?

Miiaaauuuuu, ...nach Pink Martini 2 dauerte die körperliche Katerstimmung nicht lange an. Dafür hinkt die Seele diesmal hinterher und ich habe Katzenjammer. Ganz doll!!!

Ich will das alles nicht! Nee, noch 14 Mal Pink Martini und danach ca. 25 Mal Bestrahlung! Mir scheint der zu erklimmende Berg einfach zu hoch, zu steil, zu beschwerlich. Ich will nicht kahl und frierend in den Tag starten. Ich will nicht eine chronische Krankheit wie Brustkrebs haben. Und verdammt nochmal ich will auf die Zukunft schauen können, ohne Angst vor einem Rückfall zu haben. Ich könnte heulen...aber keine Träne will gerade kullern. Ich bin einfach zu taub. Emotional gefangen in einer Sackgasse. Ich will einfach diese tonnenschwere Last von meiner Seele werfen.

Aber es hilft ja nix. Niemand kann statt meiner durch das Tal der Tränen, die Pink Martini Days, meine Ängste, Sorgen und Zweifel gehen außer mir. Dieses Bewusstsein von dieser unglaublich schweren Lebensverantwortung zwingt mich gerade etwas in die Knie. Und es ist genau dieses Paket auf meinen Schultern, das ich gerne abwerfen würde, um so sorglos, unbeschwert, in die Tage hinein leben zu können wie zuvor -ohne mir Gedanken um das Morgen machen zu müssen.

Es stellt für mich eine mentale Höchstleistung dar und benötigt ganz schön viel Disziplin, das JETZT als die wahre Lebenszeit zu genießen, ohne gedanklich oder emotional wieder drei Schritte weiter voraus zu hasten. Jetzt zu atmen, sehen, fühlen, riechen, hören und den Moment als eine kleine Ewigkeit, lieben zu lernen. Mir ist das alles sehr wohl vom Verstand her klar. Und trotzdem widersteht die Seele. Diese möchte es wieder einfach, unkompliziert und unbeschwert wie früher haben. Sie möchte sich frei fühlen und unbeschwert.

Meine Gefühle wollen auch nicht so recht mitziehen. Sie sind noch zu sehr mit dem Auf- und Verarbeiten der letzten Wochen beschäftigt. Die brauchen eigentlich mal eine Schonzeit und Urlaub. Aber dafür reicht die Motivation nicht und damit ist dann auch keine Kraft da.

Und das kenne ich von mir nicht. Ich bin so sehr eine Macherin, die ihre Ideen tatkräftig, spontan und voller Lust umsetzt, dass es mir gerade sehr schwer fällt, so viele Gänge runter zu schalten und ein Stück weit, mit mir „machen zu lassen“. Ich kann den kommenden Monaten nicht entkommen. Ich bin da irgendwie fremdbestimmt. Denn aufgeben kommt für mich nicht in die Tüte! „Wat mut, dat mut“, um im Nachgang nicht bereuen zu müssen. Und so sitze ich fest, mit meiner „selbstbestimmten“ Entscheidung, den Ratschlägen der Ärzte zu folgen.

Aber was ich mir auf alle Fälle nicht nehmen lasse, ist meine Grenzen aufzuzeigen, wenn mein Körper streikt oder etwas anderes braucht. Und auf meine kleinen täglichen Helfer, mein Immunsystem zu stärken, werde ich auch nicht verzichten. So ganz fremd bestimmen, mag ich mich nicht lassen...

Katzenjammer du darfst sein! Hallo eigener Wille! Du darfst auch sein! Und schon geht es mir etwas besser, weil alles in mir sein darf, so wie es gerade ist...diese Freiheit kann mir keiner nehmen!

Meditation: Mojo Di "Loslassen, was man nicht ändern kann. Akzeptieren was ist."


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