Von fiesen Angstmonstern und hilfreichen Heilwesen

Aktualisiert: 23. Okt 2019


Jeder, der in bestimmten Situationen unter Angst leidet, weiß, wie schwer sie zu beherrschen ist und wie stark sie sich der Gefühle und des Körpers bemächtigen kann. Und es ist egal, wie sehr wir vom Kopf und der Vernunft her wissen, dass es jetzt wirklich keinen Grund zur Panik gibt, der Körper gerät in Alarmbereitschaft und fährt alle Systeme auf Flucht- oder Angriffsmodus hoch. Kein angenehmer Zustand! Und sollte dieser nicht aufgelöst und zum ständigen Begleiter werden, tatsächlich bedrohlich für unsere Gesundheit.

Jede Frau, die in irgendeiner Form, ihre Brustkrebserkrankung besiegt hat, weiß wovon ich spreche! Ja, wir sind geheilt! ...für den Moment- aber ohne Garantie (Einschub: eine sichere Lebensgarantie gibt es ohnehin nicht!). Und deswegen gibt es auch immer wieder diese kleine Stimme im Kopf, die beim kleinsten Ziehen und Stechen in der Brust gleich ein Rezidiv, oder bei Ohrgeräuschen und Kopfschmerzen gleich Gehirnmetastasen in den erschreckendsten Bildern heraufbeschwören kann. Selbst die optimistischsten und toughsten Kämpferinnen können sich Augenblicke der Angst und Panik nicht entziehen...Die Frage ist, wie gehen wir mit unseren schwachen Momenten um?

Ich kenne das von mir: natürlich ist es einfach und beruhigend, direkt zum Arzt zu rennen, sich durchchecken und -leuchten zu lassen. Und für den Moment bringt dies Erleichterung. Aber sollte das die einzige Bewältigungsstrategie bleiben, leidet über kurz oder lang die Lebensqualität darunter. Denn der Körper hat mit fortschreitendem Alter immer mehr Zipperlein, die mich in Alarmbereitschaft versetzen können und ich nur begrenzt Zeit und Lust, um die Wartezimmer sämtlicher Ärzte zu belagern. Keine Dauerlösung! Was also tun?

Ich habe für mich herausgefunden, dass die Angst bei mir auf besonders fruchtbaren Boden fällt, wenn ich nicht in meiner Mitte und zu viel im Außen bin. Ich höre dann nicht auf meine Kraftstimme, meine Powerintuition und fühle mein inneres Licht nicht mehr leuchten. Hier gilt es Wege zu Balance und Ausgeglichenheit zu finden...sei es Meditieren, Tanzen, Auspowern, ein ehrliches und gutes Gespräch führen oder andere positive Impulse und Menschen suchen und finden.

Und genau wie die Angst beginnt Heilung auch im Kopf...das heißt, dass meine Gedanken entscheidend für mein körperliches Befinden und damit meinen Gesundheitszustand sind. Schlechte Gedankenmuster können Angstzustände und Krankheit hervorrufen. Also gilt es, den Kopf und seine eingefahrenen Gedankenmuster ständig auf Positiv, Heilung, Gesund und Glücklich zu trainieren. Am Besten beginnt man damit, wenn es einem gut geht...denn ist eine Panikattacke erstmal im Anmarsch, kostet es unmenschliche, mentale Größe, sie aufzuhalten oder sich daraus zu manövrieren...

Was hilft mir, wenn ich die Angst in mir aufflackern spüre??? Ich versuche zuerst, mich in diesen Momenten nicht zusätzlich fertig zu machen, mich nicht zu verurteilen nach dem Motto "jetzt hast du dich mal wieder nicht in Griff....". Es ist eben wie es ist und ich bin nun mal ein Mensch mit Stärken und Schwächen. Dann versuche ich der Angst ins Auge zu sehen und sie so genau wie möglich zu benennen. Es ist einfacher gegen eine konkrete Angst zu argumentieren als gegen diffuse Dämonen zu kämpfen. Ich kann mich innerlich stärken, indem ich mir sage, dass ich diesen Zustand kenne und in der Vergangenheit schon super gelöst habe...und mit schonungsloser Ehrlichkeit und dem Zu-meinen-Ängsten-Stehen habe ich bisher immer wieder Menschen auf meine Seite bringen können. Denn Verbündete in Schwäche und Angst zu sein, macht gemeinsam stark!

Und wenn gar nichts mehr geht? Dann rufe ich ich mein wirkungsvollstes Heilwesen zu Hilfe, das sich da Dankbarkeit nennt: Wenn ich mich in einem Zustand der Dankbarkeit befinde, bin ich geerdet. Ich befinde mich im Jetzt und in der positivsten Alternative meiner Realität, in der Angst keinen Platz hat. Ich zapfe das hellste Licht, die lebensbejahende Welt-Energie und die universelle Liebe an! Ich rufe mir wirkungsvoll meinen schlimmsten Moment vors Auge und vergleiche ihn mit dem, wie es mir jetzt geht. Von hier aus ist es ein Leichtes in einen positiven Dankbarkeitsmodus umzuschwenken und die Angst damit zu besiegen. Denn dem Tod habe ich mich bereits gestellt und mich für das Leben entschieden. Und gut Leben geht nicht mit ständiger Angst!

Leben geht aber wirklich wunderbar und einfach mit Hilfe der Dankbarkeit. Es ist ein Gedankenspiel, eine Übung, eine andere Gewichtung und Priorisierung von Alltäglichkeiten, ein Gewahrwerden der Schönheit der Schöpfung und des Lebens, ein Öffnen aller Poren für das Licht und die Liebe! Ich fühle mich dann so gesegnet und lebendig, dass ich innerlich das Gefühl bekomme, alles ertragen und bewältigen zu können.

Das bewusste Zulassen von Dankbarkeit und das Umswitchen auf den positiven Lebensmodus wirkt wie ein Multiplikator...denn ich bin jedesmal stolz, mich alleine aus dem Griff der Angst befreit zu haben...und das motiviert mich auf diesem Weg zu bleiben und weiterzugehen.


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